Didgeridoo - Urlaute aus dem Erdbewusstsein wahrnehmen


Felsen-Didgeridoo vom Klangweg der "Klangwelt Toggenburg" in der Ostschweiz

Siehe auch: http://www.youtube.com/user/PetersMusicChannel


 

Das Didgeridoo oder Yidaki

 

Das Didgeridoo oder auch Yidaki genannt, ist das traditionelle Ritualinstrument der Aborigenes, der Ureinwohner Australiens. Vor einigen Jahrzehnten wurde auf einer ihrer Zusammenkünfte beschlossen dieses Instrument "freizugeben" , das heißt allen Menschen zur Verfügung zu stellen damit sich der Klang des Didgeridoos über die Erde verbreiten kann. Die Absicht dabei war und ist, den Menschen durch Töne, durch Urlaute, wieder einen neuen und doch uralten Zugang zu sich selbst und zur Erde zu verschaffen, damit er sich selbst und unseren Planeten wieder als Lebewesen erinnert.

Wir alle waren einst Babys im Bauch unserer Mutter und konnten ihr Herz schlagen hören, und genauso ist es möglich den Herzschlag der Erde, der Erdmutter zu hören und zu fühlen deren Kinder wir sind: Unser Körper besteht aus ihren Atomen und Molekülen, aus ihren Mineralien und aus ihrem Wasser. Als kleine Kinder hatten wir noch solche Zugänge, die nicht über unseren Intellekt, unseren Verstand liefen, da er noch gar nicht ausgebildet war. Heute, als typisch intellektuelle Kopfmenschen, kann der Klang eines Didgeridoos uns wieder mit unseren verschütteten Zugängen unseres emotionalen und spirituellen Fühlens und Wissens über die Natur und die Lebendigkeit von Mutter Erde verbinden. Aber nur wenn wir bereit sind, unseren "Verstand zu verlieren" - also unserere Ideen, unsere Spekulationen, unser intellektuelles Wissen über unsere selbstgebastelte Realität und Wissenschaft eine Zeit lang zur Seite zu stellen und uns ganz diesen Klängen zuwenden.

Die meisten Menschen sind fasziniert von dem urigen, erdigen Klang eines Didgeridoos, es hat eine andere Harmonie wie die uns geläufigen Musikinstrumente und Musikstile, und doch haben wir oft das Gefühl solche Töne zu kennen. Manche Menschen reagieren auch mit Angst auf diese Laute oder empfinden sie als unangenehm, da ihnen ihr Verstand signalisiert: "Vorsicht, diese Ebenen, diese Gefühle kann ich nicht überblicken, hier ist meine Grenze, hier ist die Grenze meines Intellekts!". Und da wir alle in erster Linie verstandesmäßig erzogen wurden und die meisten Menschen diese Einseitigkeit selten oder überhaupt nicht in Frage stellen, reagieren manche dann mit Angst oder mit Ablehnung. Dies betrifft nicht nur Didgeridoo-Klänge, sondern zum Beispiel auch tibetische Ritualmusik, die indianische Erdtrommel, mongolische Kehlkopfgesänge, große angeschlagene Gongs oder der tiefe monotone Gesang buddhistischer Mönche und viele andere mehr. Wir sind unsere Unterhaltungsmusik gewöhnt, diese Töne und Laute aber sprechen andere, tiefere Ebenen und Bewusstseinsschichten in uns an.

Der "Klingende Stock" stammt ursprünglich aus dem Norden Australiens, Archäologen datieren das Didgeridoo auf etwa 36.000 Jahre zurück, mündliche Überlieferungen der Aborigenes bestehen seit ca. 40.000 Jahren. Bei der ursprünglichen Herstellungsweise werden von Termiten ausgehöhlte Äste und kleine Stämme aus Hartholz verwendet - oft Eukalyptusholz -, die dann noch mit von oben eingefüllter glühender Holzkohle erweitert werden. Danach werden die Äste auf eine Länge von 1,20m bis 2,50m zugeschnitten, sie bekommen ein Mundstück aus desinfizierendem Bienenwachs und werden bemalt. Qualitativ hohe Konzertinstrumente sind genau gestimmt und haben Preise bis zu etwa 2000,-Euro, aber auch günstigere Anfängerinstrumente sind immer Unikate mit eigenem Klang.

Das Didgeridoo hat eine recht anspruchsvolle Spieltechnik: Während unter Druck durch den Mund Luft in das Instrument geblasen wird, muß gleichzeitig über die Nase eingeatmet werden, so daß ein ununterbrochener Ton entsteht. Diese Technik wird Kreis- oder Zirkularatmung genannt - Glasbläser z.B. müssen auch diese Art der Atmung beherrschen. Jedes Instrument hat einen Grundton, dem durch Modulation über Zunge, Stimme, Lungendruck und Zwerchfell Ober- und Untertöne hinzugefügt werden. Ich selbst habe einen Wochenend-Grundkurs besucht und danach etwa 7 Monate gebraucht um bis zur Zirkularatmung zu kommen, manchen gelingt es aber auch schon nach 3 Tagen. Kann man es einmal, so verlernt man es nie wieder, so ähnlich wie Radfahren - unser Körper speichert diese Fähigkeiten.

Didgeridoo-Töne erden stark und reinigen unser Energiesystem, die Töne vibrieren dabei angenehm vom Kopf bis in den Unterleib. Die Klänge dieses Instrumentes werden zur Ausbalancierung der Chakren, des Meridiansystems, der Aura und unseres ganzen Energiefeldes genutzt, ebenso zur Ganzwerdung auf allen Ebenen und zur Regeneration, genauso können damit aber auch Steine, Kristalle und Orte gereinigt werden. Man kann auch Tierstimmen damit nachahmen und es gibt bestimmte traditionelle und rituelle Klänge und Melodien um Tiere zu rufen und auch um Nachrichten zu übermitteln und mit der Erde zu kommunizieren.

 

 

 Über die Aborigines  http://www.box.net/shared/8z0v5cpf4p  

Kostenloser Online - Didgeridoo - Workshop  http://www.didgeridoo-treff.de/

Didgeridoo - Lexikon  http://www.didgeridoo-lexikon.de/

Woodroot-Music-Player:  World- and Ethnomusic  http://www.woodroot-radio.eu

 

 

Fiberglas - Didgeridoo / Länge 145 cm - Grundton E

 

 

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